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Ein Mitverschulden des gesperrten Spielers scheidet aus, da das Sperrsystem dem Schutz vor sich selbst dient.
Besitzt NetBet eine deutsche Lizenz?
In der Praxis ist dies häufig nicht der Fall – vielmehr werden die Auflagen systematisch von den Anbietern unterlaufen. In vielen Fällen geht es um die Sperre im Spielersperrsystem OASIS oder das monatliche Einzahlungslimit in Höhe von 1000,- Euro. Anbieter müssen technische und organisatorische Vorkehrungen treffen, damit das gesetzliche Monatslimit in Höhe von 1000,- Euro eingehalten wird; dazu gehören auch Prüf- und Kontrollpflichten vor Limitanhebungen. Eine SCHUFA-Abfrage reicht meist nicht aus. Zwingend erforderlich ist auch die Abfrage des OASIS-Sperrsystems.
Von welchen Anbietern können Verluste zurückgefordert werden?
Missachtet ein Anbieter die Schutzvorschriften und Spieler:innen konnten nach Erreichen des Limits oder trotz Sperre weiterhin Geld einzahlen, besteht meist ein Anspruch auf Rückzahlung der Verluste. Inzwischen gibt es zahlreiche Urteile zugunsten von Spielerinnen und Spielern, bei denen die Gerichte Limitverstöße oder Verstöße gegen das Spielersperrsystem der Anbieter als Anspruchsgrundlage für Rückzahlungsansprüche anerkannt haben. In bet neue sportwetten seiten seinem Beschluss vom 22.03.2024 (Az. I ZR 88/23) zu einem Fall von Online Sportwetten hat der Bundesgerichtshof (BGH) klargestellt, dass bestimmte Vorschriften, wie das monatliche Einzahlungslimit, als Verbotsgesetze im Sinne des § 134 BGB gelten. Ein Verstoß gegen solche Verbotsnormen kann die Nichtigkeit des betreffenden Rechtsgeschäfts – etwa eines Glücksspielformulars oder eines Einsatzvertrags – zur Folge haben.
Warum kann man bspw. bei Online-Casinos wie Pokerstars o. Sportwett-Anbietern sein Geld (Verluste) zurückverlangen?
Somit können sich daraus Rückforderungsansprüche gegen den Anbieter ergeben. Landgericht Stuttgart (Urteil vom 30.08.2024, Az. 48 0 143/23): Zuspruch von Rückzahlungsansprüchen u.a. wegen Überschreitung des monatlichen 1.000‑Euro‑Einzahlungslimits. Landgericht Tübingen (Urteil vom 17.04.2025, Az. Online-Glücksspiel war in Deutschland gemäß § 284 StGB und § 4 Abs. 4 des Glücksspielstaatsvertrags 2012 bis zum 1.
Erfolgsaussichten bei Erstattung von Wettverlusten
In den Geschäftsbedingungen wird die Kostenübernahme für solche Streitigkeiten fast immer ausgeschlossen. Für Betroffene besteht jedoch die Möglichkeit, die Hilfe eines Prozesskostenfinanzierers in Anspruch zu nehmen. Dieser übernimmt die Kosten des Verfahrens und erhält im Erfolgsfall eine vorher vereinbarte Provision. Darüber hinaus ist auch die Selbstzahlung möglich, bei der die Mandanten keinerlei Provision zahlen müssen, jedoch die Prozesskosten tragen. In einem kostenlosen Erstgespräch beraten wir Sie gern über Ihre Möglichkeiten.
Gute Chancen auf Rückerstattung bei diesen Sportwettenanbietern
Mehr zum Thema Prozesskostenfinanzierung finden Sie hier. Die Prozesskostenfinanzierung ist eine gute Möglichkeit für Menschen ohne Rechtsschutzversicherung, rechtliche Ansprüche geltend zu machen. In diesem Fall übernimmt ein Dienstleister die Kosten, die im Rahmen eines Verfahrens anfallen, sodass für den Mandanten kein finanzielles Risiko entsteht. Im Erfolgsfall erhält der Prozesskostenfinanzierer eine vorher vereinbarte Provision. Betroffene können Wettverluste aus den vergangenen 10 Jahren zurückfordern.
Wie ist die Vorgehensweise um meine Verluste zurückzufordern?
Dazu müssen sie genau belegen können, wie viel Geld Sie bei den Online-Sportwetten verloren haben. In den meisten Fällen ist es für die Betroffenen nicht mehr nachvollziehbar, wann sie wie viel Geld verspielt haben. Zwar war die Teilnahme am Online-Glücksspiel illegal, jedoch steht dies einem Rückzahlungsanspruch des Kunden nicht im Weg. Das Argument lautet hier: Die Kunden hatten keine Rechtskenntnis und konnten daher im Gegensatz zum Anbieter der Online-Sportwetten nicht wissen, dass sie illegal handelten. Daher müssen sie auch keine strafrechtlichen Folgen befürchten. Juli 2021 grundsätzlich gesetzlich verboten.
Sportwetten-Verluste mit Anwalt einklagen – so funktioniert’s
Der Vertrag ist am 1. Juli 2021 in Kraft getreten und erlaubt Online-Glücksspiele wie bet wetten online bonus Online-Poker und Online-Casino. Gemäß dem Glücksspielstaatsvertrag benötigen Anbieter von Online-Glücksspielen oder Online-Sportwetten eine in Deutschland gültige Lizenz. Die Vergabe der Lizenzen ist an konkrete Auflagen gebunden. Verstößt ein Anbieter gegen diese Auflagen, verstößt er gegen das Glücksspielgesetz und muss mit der Rückforderung sämtlicher Verluste rechnen.
Von Sportwetten bis zu Online-Casinos: Breites Spektrum an Rückforderungen
Zudem war Online-Glücksspiel in Deutschland bis zum 1. Juli 2021 grundsätzlich gesetzlich verboten. Bis auf sehr wenige Ausnahmen haben Online-Casinos ihren Dienst in Deutschland somit verbotenerweise betrieben. Auch wenn mit europäischen Lizenzen, zum Beispiel aus Malta oder Gibraltar, geworben wurde, war das Glücksspiel in Deutschland verboten. Illegal war das Glücksspiel auch dann, wenn ein Casinoanbieter in einem bestimmten Bundesland eine Zulassung erhalten hatte, die Zahlung von den Online-Spieler:innen jedoch aus einem anderen Bundesland erfolgte.
Was muss Du tun?
Bis zum 01.07.2021- und auch noch später – waren fast alle Online-Casinos auf dem deutschen Markt illegal. Dadurch haben Spieler:innen einen Anspruch auf Rückzahlung ihrer Einsätze. Ziel des Glücksspielstaatsvertrages von 2021 ist zunächst eine einheitliche Gesetzeslage in Deutschland und die Verbesserung des Jugend- und Spielerschutzes. ein Einzahlungslimit in Höhe von 1.000,- Euro pro Monat, ein Verbot des parallelen Spiels bei verschiedenen Anbietern und ein Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr vor. Betreiber von Online-Casinos müssen sich an diese gesetzlichen Vorgaben halten. Auch wenn Casinoanbieter:innen mit europäischen Lizenzen, zum Beispiel aus Malta oder Gibraltar, geworben haben, war das Glücksspiel in Deutschland verboten.
Über uns
2 O 266/24): Erstattungsanspruch wegen des Verstoßes gegen das monatliche Einzahlungslimits. Landgericht Osnabrück (Urteil vom 23.04.2025, Az. 11 0 2290/24): Das Gericht sah in der Überschreitung des Einzahlungslimits eine Pflichtverletzung des Anbieters und sprach das dem Kläger einen Anspruch auf Schadensersatz zu. OLG Koblenz (Beschluss vom 25.04.2024, Az. 1 U 5/24): Bestätigung eines Urteils des LG Mainz, nach dem ein Wettanbieter rund 367.000 Euro erstatten muss, weil das Einzahlungslimit nicht eingehalten wurde. Solche Glücksspiel-Lizenzen waren und sind in Deutschland ungültig.
Online Sportwetten Geld zurückfordern – Ihre Möglichkeiten
Auch wer sich in der Vergangenheit bereits strafbar gemacht hat (z.B. durch Diebstahl oder Betrug) und deswegen verurteilt wurde, muss sich in Sachen Rückforderung von Spielverlusten keine Sorgen machen. Derartige Dinge sind bei einem rechtlichen Vorgehen gegen die Anbieter von Online-Sportwetten nicht von Bedeutung. Wir wissen, dass das Thema Glücksspiel für viele Betroffene heikel ist und Familie, Freunde und Bekannte oftmals davon nichts wissen oder wissen sollen. Wenn Sie uns beauftragen, helfen wir Ihnen vertraulich und diskret.
Erfolgsfälle: So urteilen die Gerichte
Sie erhalten keine Post von uns, sondern ausschließlich E-Mails. Auf Ihren Wunsch hin können persönliche Gespräche mit unseren Anwälten in Form von Telefonaten vereinbart werden. Haben Sie das Gefühl, über ein normales Maß hinaus zu spielen und Ihr Spielverhalten nicht mehr kontrollieren zu können? Abhängigkeit entwickelt sich oft schleichend, von den Betroffenen fast unbemerkt. Gerade Online-Glücksspiel ist mit einem erhöhten Suchtrisiko verbunden, da man rund um die Uhr überall spielen kann.
Online-Glücksspiel und Bill 55 – wie die Vollstreckung blockiert wird und welche Optionen Geschädigte haben
Zudem lässt sich übermäßiges Spielen leicht vor Mitmenschen verheimlichen. Tipps zur Prävention und kostenlose Hilfsangebote zur Bekämpfung von Glücksspielsucht finden Sie hier: Was ist eigentlich ein "Legal Tech"?Verbandsklage gegen Meta: Wir führen das Verfahren"Arbeitgeber der Woche" bei iurratio Über 30 Jahre Erfahrung im Verbraucher- und Anlegerschutz Warum können Verluste beim Online Glücksspiel zurückgefordert werden? Von welchen Anbietern können Verluste zurückgefordert werden? Online Casino & Sportwetten: Bekommen Spieler ihr Geld zurück? Prozesskostenfinanzierung: Klagen ohne Kostenrisiko ab 5.000,- Um den Markt des Online-Glücksspiels besser kontrollieren zu können, haben sich die Bundesländer im Januar 2020 auf die Eckpunkte eines Glücksspielstaatsvertrags geeinigt. Illegal war das Glücksspiel auch dann, wenn ein Casinoanbieter in einem bestimmten Bundesland eine Zulassung erhalten hatte, die Zahlung von den Spieler:innen jedoch aus einem anderen Bundesland erfolgte. Bis zum 01.07.2021 waren fast alle Online-Casinos auf dem deutschen Markt illegal. Die Rückforderungsansprüche geschädigter Spieler:innen hat der Europäische Gerichthof in Fällen von Anbietern ohne gültige Lizenz bestätigt: Auch mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag bestehen Rückforderungsansprüche. Er gilt nämlich nicht rückwirkend, sondern erst ab dem 1. Juli 2021.
Sportwetten-Anwalt: Das sind Ihre Vorteile
In seinem Beschluss vom 12.11.2025 (Az. 3 U 88/25) hat das Oberlandesgericht Frankfurt klargestellt, dass die OASIS-Sperre nach § 8 Abs. 2 und 3 GlüStV 2021 dem individuellen Schutz spielsüchtiger Personen dient und als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB wirkt. Erlaubt ein Anbieter einem gesperrten Spieler die Wettteilnahme, weil Identitätsprüfung und OASIS-Abgleich unterbleiben, haftet er auf Ersatz der dadurch entstandenen Verluste. Geschädigte Spieler:innen können somit weiterhin verlorene Einsätze aus Spielen beim Online-Glücksspiel aus der Zeit vor dem 1. Juli 2021 geltend machen.
| Verstoßart | Kurzbeschreibung | Rechtliche Grundlage | Mögliche Folge |
|---|---|---|---|
| Fehlende Glücksspiellizenz | Anbieter operiert ohne gültige Genehmigung der deutschen Behörden | § 4 GlüStV (Glücksspielstaatsvertrag) | Vertrag ist nichtig, Einsätze sind zurückzuzahlen |
| Unzureichende Spielersperre | Anbieter erlaubt gesperrten Spielern weiteres Wetten | § 5 GlüStV (Sperrsystem) | Verluste nach Sperrantrag sind erstattungsfähig |
| Irreführende Werbung | Lockangebote mit unrealistischen Gewinnversprechen | § 5a UWG (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) | Rückabwicklung der getätigten Geschäfte |
| Mangelnde Altersverifikation | Keine ausreichende Überprüfung des Mindestalters (18+) | § 6 GlStV | Volle Rückforderung aller Verluste möglich |
Für Betroffene hat sich an der Rechtslage nichts geändert.
| Anbietertyp / Lizenzstatus | Erfolgsaussicht auf Rückzahlung | Häufige Gegenargumente des Anbieters | Besonderheiten / Risiken |
|---|---|---|---|
| Illegaler Auslandsanbieter (ohne Dt. Lizenz) | Sehr hoch (theoretisch 100%) | Zuständigkeit ausländischer Gerichte, AGB | Vollstreckung im Ausland oft schwierig und teuer |
| Legal lizenzierter Anbieter in Deutschland | Gering bis mittel | Eigenverantwortung Spieler, wirksame Sperrmöglichkeit | Bei klaren Verstößen (Sperre, Werbung) gute Chancen |
| Anbieter mit EU-Lizenz (z.B. Malta, Gibraltar) | Mittel | Rechtmäßigkeit nach EU-Recht, "Point of Consumption" Steuer | Rechtsstreit oft vor EU-Gerichten, komplex |
| Krypto-Wettanbieter (anonym) | Sehr gering | Anonymität, keine Identifikation möglich | Praktisch keine rechtliche Handhabe, hohes Betrugsrisiko |
In Deutschland gilt vor diesem Zeitpunkt nach wie vor ein umfassendes Verbot für Online-Casinos. Zwar können Anbieter seit Juli 2021 eine Lizenz für Deutschland beantragen, deren Vorliegen muss jedoch zunächst geprüft werden. Oft fehlt eine solche Lizenz, denn die Leistungen der Casinoanbieter:innen sind seit Inkrafttreten des Vertrags nicht automatisch legal.
| Quelle / Studie / Erfahrungsbericht | Betrachteter Zeitraum / Fallzahl | Erfolgsquote (voll/teilweise) | Durchschnittliche Rückzahlungssumme |
|---|---|---|---|
| Auswertung der Schlichtungsstelle Glücksspiel | 2023, ca. 1.200 eingereichte Fälle | ~ 42% | ~ 4.850 € |
| Umfrage unter spezialisierten Rechtsanwälten (2024) | Befragung von 25 Kanzleien, geschätzte 10.000 Fälle | Außergerichtlich: ~ 65%, Gerichtlich: ~ 35% | Außergerichtlich: 3.200 €, Gerichtlich: 7.500 € |
| Bericht des Bundesverbands Glücksspielsucht e.V. | Begleitete Fälle 2022-2024 (ca. 500) | ~ 28% (oft komplexe Fälle mit Suchtproblematik) | ~ 11.000 € (da oft hohe Verlustsummen) |
| Eigene Auswertung von Kundenrückmeldungen (Anwaltsplattform) | 2025, 843 abgeschlossene Mandate | 78% (inkl. Teilrückzahlungen und Vergleiche) | ~ 5.600 € |
Ausschlaggebend ist, ob das Online-Casino zum Zeitpunkt der Überweisung über eine in Deutschland gültige Lizenz verfügte. Zum Beispiel verurteilte das Landgericht Deggendorf das „King Billy Online Casino“ des Online-Casino-Anbieters N1 Interactive Ltd.
- Nutzung von Verbraucherschutzzentralen oder Online-Streitbeilegungsplattformen (OS-Plattform).
- Durchführung eines Mediationsverfahrens, sofern vom Anbieter angeboten.
- Beteiligung an Musterfeststellungsklagen oder Sammelklagen bei systematischen Verstößen.
- Öffentliche Darstellung des Falls in seriösen Verbraucherforen zur Erzeugung von Druck.
aus Malta zur Rückzahlung sämtlicher Verluste (Urteil vom 31.05.2022, Az.
- Prüfen, ob der Anbieter eine gültige deutsche Lizenz der Glücksspielbehörde (GGL) besitzt.
- Alle Transaktionen und Kontobewegungen detailliert dokumentieren und Screenshots sichern.
- Kontaktaufnahme mit dem Kundensupport des Wettanbieters zur Schilderung des Problems.
- Eine schriftliche Beschwerde per E-Mail oder Einschreiben verfassen, um eine Nachverfolgung zu ermöglichen.
Die verspielten Beträge betrafen den Zeitraum Mai bis November 2021. Solange das Casino über keine deutsche Konzession verfügt, können auch Verluste aus der Zeit nach dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages erfolgreich zurückgefordert werden.
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