Berufsspieler Sportwetten
- Die Kläger sahen in der Steuer auf Sportwetten einen Verstoß gegen das Grundgesetz
- Berufsspieler – Ein Sonderfall
- Gewinne in der Steuererklärung angeben
- Gesetzliche Grundlage: RennwLottG und Glücksspielstaatsvertrag
- Sonderfall Wettsteuer
- Was Sie über Legalität, Steuern und Sozialleistungen unbedingt wissen müssen
Die Fußball Europameisterschaft läuft auf vollen Touren. Wer sich für Sportwetten begeistert, der kann auf den Sieger des Turniers tippen.
Die Kläger sahen in der Steuer auf Sportwetten einen Verstoß gegen das Grundgesetz
Die Steuerbefreiung gilt nicht nur für Wettgewinne aus Sportwetten, sondern auch für Lottogewinne. Denn entscheidender Faktor für den Gewinn ist das Glück, nicht das Können. Wer allerdings eine Leistung für seinen Gewinn erbringt – zum Beispiel bei einer Spielshow Quizfragen beantwortet –, muss den Gewinn in der Regel versteuern. Manche Anbieter oder Anbieterinnen von Sportwetten locken Zocker/innen mit kostenlosen Startguthaben oder Bonusgutschriften. Sowohl das Startguthaben als auch die Bonusgutschrift bleibt für Sie steuerfrei – genau wie Ihr Wettgewinn.
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2012 wurde die sogenannte Wettsteuer eingeführt: Seither müssen die Wettanbieter/innen fünf Prozent (seit Juli 2021 sogar 5,3 Prozent) Steuern auf alle deutschen Umsätze zahlen. Es spielt keine Rolle, ob die Wette im Wettbüro oder im Internet platziert wird, die Wettsteuer wird immer fällig. Sie als Sportwetter/in zahlen die Wettsteuer nicht direkt an den Fiskus, sondern über einen Umweg. Denn die meisten Anbieter/innen geben die Kosten für die Wettsteuer an den Kunden oder die Kundin weiter. Die Einnahmen aus der Sportwettensteuer lassen die Staatskasse ordentlich klingeln: Der Arbeitskreis Steuerschätzung rechnet für 2023 und 2024 mit Steuereinnahmen in Höhe von über 2,6 Milliarden Euro. Ein Blick auf die Quoten verschiedener Anbieter von Online-Sportwetten zeigt, der Einsatz kann sich lohnen. Bei zehn Euro Einsatz auf England als neuen Europameister sind Gewinne von 40 oder 50 Euro drin, bei Deutschland sind es 60 oder 70 Euro. Außenseiter wie Österreich locken mit Gewinnen von 500 bis 800 Euro, Georgien gar mit 5.000 Euro. Ob kleiner oder großer Gewinn: Über das Finanzamt müssen sich Wettfreunde keine Gedanken machen.
- Als gewerblich gilt Wetten, wenn sie planmäßig, nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werden.
- Ein Indiz für Gewerblichkeit ist, ob die Einnahmen die Haupteinnahmequelle darstellen.
- Die Finanzämter prüfen oft die Häufigkeit der Wetten und den Einsatz von Fachwissen oder Systemen.
- Bei gewerblicher Tätigkeit fallen Einkommensteuer und gegebenenfalls Gewerbesteuer an.
- Kosten für Fachliteratur, Internet oder Daten können als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Und zwar unabhängig von bet tipico sportwetten werbung der Höhe des Gewinns und unabhängig davon, ob die Wetten online oder vor Ort beispielsweise in einem Wettbüro platziert wurden. Das gilt nicht nur für Fußballwetten, sondern auch für Wetten auf andere Sportarten wie Handball, Basketball, Tennis, Dart oder Pferderennen.
| Dokument | Zweck | Empfohlener Aufbewahrungszeitraum | Notwendig für |
|---|---|---|---|
| Auszahlungsbelege aller Gewinne | Nachweis der Einnahmenhöhe | 10 Jahre nach Ende des Steuerjahres | Gewerbetreibende & Profis |
| Einsatzbelege / Kontoauszüge | Nachweis der Ausgaben / Verluste | 10 Jahre nach Ende des Steuerjahres | Gewerbetreibende & Profis |
| Protokoll der Wettstrategie & Analysen | Nachweis der Gewinnerzielungsabsicht | Unbefristet bei laufender Tätigkeit | Gewerbenachweis ggü. Finanzamt |
| Separates Bankkonto (Geschäftskonto) | Trennung Privat-/Betriebsvermögen | Kontoauszüge 10 Jahre | Gewerbetreibende & Profis |
Sämtliche Gewinne aus solchen Wetten müssen nicht versteuert und auch nicht in der Steuererklärung angegeben werden.
- Private Gewinne müssen nicht in der Einkommensteuererklärung angegeben werden.
- Bei Kontoeinzügen größerer Summen kann die Bank eine Mitteilung an das Finanzamt machen.
- Es ist ratsam, Gewinnauszahlungen und Einsätze für den eigenen Überblick zu dokumentieren.
- Bei Fragen zur Steuerpflicht sollte ein Steuerberater konsultiert werden.
Wichtig dabei ist, dass die Spielerin oder der Spieler nicht professionell wettet.
Berufsspieler – Ein Sonderfall
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Sportwetten-Anbieter/innen die Wettsteuer an Sie weitergeben können. Wettsteuer vom Gewinn: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt vom Gewinn ab und zahlt Ihnen einen entsprechend verringerten Betrag aus. Wettsteuer vom Tipp: Der/Die Anbieter/in zieht die 5,3 Prozent direkt von Ihrem Wetteinsatz ab. Sonderberechnungsmodelle: Vereinzelte Anbieter/innen haben besondere Modelle zur Weiterberechnung der Wettsteuer entwickelt und verändern zum Beispiel die Wettquote entsprechend. Außerdem gibt es nach wie vor auch Anbieter/innen ohne Wettsteuer. Stehen für das Wetten rein gewerbliche Aspekte im Vordergrund, sieht die Sache anders aus. Dann gilt man sozusagen als Berufsspielerin oder Berufsspieler – und in dem Fall werden unter Umständen auch Steuern auf die Gewinne fällig. Das gilt ebenso beim Pokern oder Online-Pokern. Die Steuerfreiheit gilt übrigens nicht nur für Sportwetten. Wer beispielsweise einen Lottogewinn abräumt, muss diesen ebenfalls nicht versteuern. Denn der entscheidende Faktor bei Gewinnen aus Sportwetten und Lotterien ist Glück – und nicht etwa Können. Wer allerdings eine Leistung für den Gewinn erbringt, muss diesen versteuern. Das gilt zum Beispiel bei Spielshows, wenn der Gewinn mit der Beantwortung von Quizfragen erzielt wurde. Ganz ohne Steuerbelastung kommt man bei einer privaten Wette dennoch nicht davon.
Gewinne in der Steuererklärung angeben
Ein Anbieter-Vergleich im Vorfeld lohnt sich in Sachen Sportwetten also allemal. Wer sein ganzes Einkommen mit Sportwetten macht, gilt als Berufsspieler/in. Genau wie beim Poker werden dann auch gegebenenfalls Steuern auf die Gewinne fällig. Die spannende Frage lautet: Wer wird Europameister? Das Gute: Gewinne aus Sportwetten sind steuerfrei. Auf die 2012 eingeführte Wettsteuer müssen Wettanbieter aktuell 5,3 Prozent Steuern auf Wetteinsätze in Deutschland abführen. Zwar ist Sportwettensteuer Sache der Wettanbieter, allerdings werden diese Kosten in den meisten Fällen an die Kunden weitergegeben beziehungsweise auf sie umgelegt. Private Spieler zahlen die Wettsteuer quasi durch die Hintertür, also indirekt. Bei der Wettsteuer handelt es sich um eine sogenannte Ländersteuer. Sie beschert den Bundesländern satte Einnahmen: Nach Angaben des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) überwiesen im Jahr 2022 die Sportwettenanbieter 432 Millionen Euro Wettsteuer. Bei den Anbietern selbst bleibt dennoch einiges hängen: Laut dem Deutschen Sportwettenverband (DSWV) verzeichneten die legalen Sportwettenanbieter in Deutschland im Jahr 2023 Spieleinsätze von fast 8 Milliarden Euro. Ob Lotto, Poker, Sportwetten oder Preisgeld: Erfahre, wann dein Gewinn steuerfrei bleibt und wann das Finanzamt mitverdienen will. Lottogewinne sind steuerfrei, solange du sie nicht verschenkst oder daraus Einkünfte erzielst Pokergewinne sind steuerpflichtig, wenn du regelmäßig und professionell spielst Sportwetten-Gewinne sind meist steuerfrei, es gibt aber eine Wettsteuer von 5,3 Prozent auf den Einsatz WISO Steuer hilft dir, steuerpflichtige Gewinne korrekt in der Steuererklärung anzugeben Ob Eurojackpot oder Rubbellos: Wenn du im Lotto gewinnst, musst du den Gewinn nicht versteuern und auch nicht in deiner Steuererklärung angeben. Denn: Solche Spiele gelten als reines Glücksspiel.
Gesetzliche Grundlage: RennwLottG und Glücksspielstaatsvertrag
Das heißt: Künftig brauchen Anbieterinnen und Anbieter eine offizielle Lizenz und müssen strengere Regeln befolgen. Ziel es ist "das Entstehen von Glücksspielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen", wie es in der Präambel des Vertrags heißt. Dazu gehören beispielsweise Einzahlungslimits, Einschränkung des Angebots von Livewetten und verpflichtende Maßnahmen für den Spielerschutz. Ob Fußball Sportwetten, Sportwetten auf Tennis oder Dart sowie Pferdewetten, ob online oder offline: Wenn Sie den richtigen Riecher hatten und Wettgewinne kassieren konnten, können Sie sich doppelt freuen. Nun, in Deutschland werden Steuern nur für die Einkünfte fällig, die zu den sieben Einkunftsarten gehören.
Sie haben eine Frage im Bereich Sportrecht?
Ihr Arbeitslohn zählt beispielsweise zu den sogenannten Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit. Deshalb müssen Sie auch monatlich Lohnsteuer zahlen. Wettgewinne gehören allerdings nicht zu den sieben Einkunftsarten und bleiben folgerichtig steuerfrei. Würde der Staat Steuern auf Ihre Wettgewinne aus Sportwetten verlangen, dürften Sie im Umkehrschluss auch Ihre Verluste steuerlich geltend machen. Da das aber für den bet sportwetten ki app Staat ein Verlustgeschäft wäre, verzichtet er hier großzügig auf die Besteuerung. Der Einsatz ist bereits versteuert – zum Beispiel durch die Lotteriesteuer, die der Anbieter abführt. Dein Gewinn bleibt also komplett steuerfrei – egal, wie hoch er ist. Auch eine Sofortrente, bei der der Gewinn in monatlichen Raten ausgezahlt wird, ist steuerfrei. Aber aufgepasst: Sobald du den Gewinn nutzt, um damit Geld zu verdienen, kommt das Finanzamt ins Spiel.
Sonderfall Wettsteuer
Auch hier können die Wetter aufatmen: Die Boni müssen ebenfalls nicht versteuert werden. Auch nicht, wenn Kunden Anbieter-Hopping betreiben und sich bei mehreren Anbietern den Wettbonus sichern. Dass Deutschland eine Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent auf alle Umsätze erhebt, ist zwar legitim, aber dennoch bemerkenswert. Immerhin gibt es hierzulande noch immer keine klare Gesetzgebung, was das Anbieten von Glücksspielen betrifft. Dabei hat der Europäische Gerichtshof die Mitgliedsstaaten schon vor Jahren aufgerufen, bis Ende 2011 für Klarheit zu sorgen.
Muss man Gewinne aus TV-Shows versteuern?
Denn das staatliche Glücksspielmonopol, wie es auch Deutschland gerne hätte, ist mit dem Europarecht nicht vereinbar. Statt zu handeln, ignoriert Deutschland diesen Fakt einfach. Private Glücksspiel-Anbieter agieren deshalb in einer rechtlichen Grauzone. Sie argumentieren mit dem europäischen Recht und der darin verankerten Freizügigkeit. Deutschland legalisiert die Anbieter zwar nicht, dudelt sie aber und schöpft sie mit der Wettsteuer seit einigen Jahren auch ab. Zinsen, wenn du das Geld auf ein Tagesgeldkonto legst Dividenden oder Kursgewinne, wenn du in Aktien investierst Mieteinnahmen, wenn du davon eine Immobilie kaufst und vermietest Diese Einnahmen gelten nicht mehr als Glücksspiel, sondern als ganz normale Einkünfte – aus Kapitalvermögen oder Vermietung. Und die musst du in deiner Steuererklärung angeben.
Was Sie über Legalität, Steuern und Sozialleistungen unbedingt wissen müssen
Die einzige Lösung für einen sinnvoll regulierten Glücksspielmarkt, der die Verbraucher nicht in Schwarzmärkte drängt, ist eine europaweit einheitliche Gesetzgebung. Obwohl es diesbezüglich immer wieder Bemühungen gab, ist trotz jahrelanger Verhandlungen keine Lösung in Sicht. Innerhalb von Deutschland hat lediglich das Bundesland Schleswig-Holstein gehandelt und gibt Glücksspiellizenzen heraus, die einen rechtlich einwandfreien Betrieb von Wettportalen und Online Casinos ermöglichen. Sagenhafte 7,7 Milliarden Euro haben die Deutschen im Jahr 2023 bei Sportereignissen verwettet. Dies entspricht einer Verringerung von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der Deutsche Sportwettenverband.
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Es profitieren vor allem kommerzielle Anbieter und Anbieterinnen für Sportwetten wie Bwin, Bet365, tipico, Interwetten und Admiralbet. Die staatliche Sportwette Oddset hat einen deutlich kleineren Marktanteil und das Abschließen von Oddset-Wetten ist derzeit auch nur noch in 9 von 16 Bundesländern möglich. Am 1. Juli 2021 trat der neue Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland in Kraft. Die zentralen Änderungen darin betreffen die Legalisierung von bislang verbotenem Online-Glücksspiel sowie die Ausweitung bestehender Konzessionen, insbesondere für Sportwetten. Du willst einen Teil deines Gewinns an Familie oder Freunde weitergeben? Schön gedacht – aber vergiss nicht: In Deutschland kann dabei Schenkungssteuer anfallen.
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