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»Ich habe stets wie ein Vieh gearbeitet«, so kommentierte Lenz seinen Aufstieg zum Konzernchef. Schon »als junger Fant« habe er die Aufsichtsräte der Agrob-Urzelle - der Münchner Aktienziegelei AG - »kräftig aufgemöbelt«, indem er ihnen vorhielt: »Man muß das Geld nicht mit dem Hintern verdienen, sondern mit dem Kopf.« Zur Kopfarbeit des Industriebankiers gehörte beispielsweise der Erwerb der Brauereimaschinen-Fabrik Anton Steinecker AG in Freising, die Lenz preisgünstig aus einem Konkursverfahren aufkaufte und anschließend zu einem rentablen Unternehmen machte. Nach dem gleichen Modell verschaffte sich das Bankhaus Lenz & Co. vor zwei Jahren aus dem Konkurs der Siemens Glas AG 74 Prozent Anteile dieser Gesellschaft, die mit ihrer Bauglasproduktion das Agrob-Baustoffsortiment bereichert. In seinen Bemühungen um den seriösen Rang des Industriebankiers, der auf möglichst vielen Hauptversammlungen mitmischt und seine Vertrauensleute in die Spitzen der Konzerne delegiert, wurde Lenz durch den Kriegsausgang erheblich zurückgeworfen.

Casino-Standort Anbindung ÖPNV (Deutsche Seite) Parkmöglichkeiten Nächster Schweizer Grenzübergang
Konstanz Bus/Bahn bis "Spielbank", S-Bahn aus CH Eigene Tiefgarage Kleinhueningen / Konstanz
Grenzach-Wyhlen (Nähe Basel) Buslinie nach Basel, dann Tram Begrenzt, Parkhaus in Basel Grenzach / Basel
Lörrach (Nähe Basel) Tram aus Basel (Linie 6) Parkhaus am Casino Basel-Stetten
Rheinfelden (Baden) Busverbindung von Schweizer Rheinfelden Kostenpflichtige Parkplätze Rheinfelden (CH) - Fußgängerbrücke

Amerikanische Militärpolizisten holten ihn gleich nach dem Zusammenbruch aus seiner Wohnung und nahmen keine Rücksicht darauf, daß Lenz gerade mit dem Eishockey-Champion Dr. Philipp Schenk zu einer netten Sportfreundin fahren wollte. Statt mit der Dame zu plaudern, mußte er mit den Amerikanern palavern. Die Ausfrager brachten ihn schließlich dorthin, wo heute der Pepperl Baumgartner hingehört: ins Gefängnis Stadelheim.

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Dafür bekam er hohe Provisionen und konnte wie ein Grandseigneur leben. Nach dem Zusammenbruch reinigte er sich sofort von dem Verdacht, Nazi-Kollaborateur gewesen zu sein, indem er exponierten Mitgliedern der »Zunft«, zum Beispiel einem bayrischen Grafen, mitteilte: »Wir müssen uns jetzt trennen. Ich muß wieder zurück zu meiner Mischpoke.« Nachdem Spitz Anschluß bei den amerikanischen Geheimdienst-Chefs Charles Michaelis und Eric Timm gefunden hatte, denen er sich in vieler Hinsicht nützlich erwies, war er nicht mehr so zimperlich. Er verschaffte auch seinem damals verhafteten früheren Kommandeur Schwend Gelegenheit, sich bei den Amerikanern freizukaufen. Der ehemalige Notenfälscher-Boß mußte allerdings einen versteckten Goldschatz - 80 Kilogramm englische Goldpfunde und Napoleons - an Michaelis und Timm abliefern, bekam aber durch Spitz die Chance, schnell wieder Geld zu machen; freilich nicht durch Fortsetzung des »Unternehmens Bernhard«, sondern im Zusammenwirken mit dem Bankier August Lenz und einigen intimen Sports- und Geschäftsfreunden.

Sport und Unterhaltung

»Es war eine gemischte Gesellschaft, die sich damals oft in Lenzens Privatwohnung traf«, berichtet der Kaufmann Günther Wischmann, ein Kollege von Spitz aus der Banknotenfälscherzeit, der ebenfalls in die Nachkriegs-Transaktionen der Lenz-Spitz-Gruppe eingeschaltet wurde. Wischmann: »Spitz war damals der mächtigste Mann in München. Strenge Devisenbeschränkungen, hohe Zölle und Ausfuhrverbote riegelten Westdeutschland vom freien Welthandel ab. Wenige hundert Kilometer vom Münchner Promenadeplatz entfernt aber lag eine Drehscheibe, auf der damals - 1945 bis 1947 - Devisen und knappe Waren zwischen der Schweiz, Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei bewegt wurden: das kleine Fürstentum Liechtenstein. Es traf sich gut, daß Lenz während seiner Industriebankiers-Tätigkeit in den steiermärkischen Wäldern mit der Liechtensteiner Fürstenfamilie bekannt geworden war.

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Nach dem Krieg wurde die Bekanntschaft im Kreis der gemischten Gesellschaft erneuert; vor allem nahm Prinz Hans von Liechtenstein - ein Vetter des Regenten Franz Joseph II. Dabei wurde in Rechnung gestellt, daß der Prinz einen Diplomatenpaß besaß und am Heck seines Wagens das CD des Diplomatischen Korps führte. Oft schickte der Prinz nur seinen Sekretär, den Schweizer Hans Mächler, zu Schorsch und Gustl, wie Spitz und Lenz von den Mitgliedern der gemischten Gesellschaft genannt wurden, um einen Gruß an Jacky zu bestellen - so titulierte man Seine Durchlaucht im vertrauten Kreis - und einige Kleinigkeiten abzuholen; beispielsweise wertvolle Gemälde, Wertpapiere oder Juwelen, einmal sogar - behauptet Schwend - einen ehemaligen Fürstenschmuck mit eigroßem Smaragd, den ein Ostflüchtling für rund 600 000 Reichsmark versetzt hatte. Eine Zeitlang ließ sich der Schmuck- und Devisentransporteur Mächler von einem Gehilfen nach München chauffieren und fuhr dann jedesmal mit einem anderen in Bayern erworbenen Kraftwagen nach Vaduz zurück. Er frisierte die Wagen durch ein mitgebrachtes FL (Fürstentum Liechtenstein)-Nummernschild als bereits im Ausland zugelassen, so daß die Zöllner an der österreichischen oder Schweizer Landesgrenze die Fahrzeuge nicht als unverzollte Exportware erkennen konnten. Lenz war darüber sehr deprimiert und hegte Selbstmordpläne, die er erst verwarf, als sein Hockeyfreund Schenk eine Befreiungsaktion in Aussicht stellte. Schenk zählte zu seinen intimsten Freunden einen Amateurgaukler, der in jedem magischen Zirkel Aufsehen erregte und in seinem bewegten Leben Frauen, Finanziers, hohe Politiker und Geheimagenten verzaubert und für sich eingenommen hat. Der Lebenskünstler, der sich auch Bankmann nennt und Georg Spencer Spitz heißt, begann ab Mai 1945 eine entscheidende Rolle in Lenzens Leben zu spielen. Er gab ihm schließlich den Drall, der Lenz von der Industrie zu den Spielbanken trieb.

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  • Altersgrenzen: 18 Jahre in deutschen Casinos, 21 Jahre in vielen Schweizer Casinos
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Im Juni 1945 kam es jedoch vorerst darauf an, den eingesperrten Gustl aus dem Gefängnis zu holen. Spitz hatte dazu die Möglichkeit, denn er konnte damals mit vollem Recht vor seinen Freunden prahlen: »Wenn ihr Ärger mit den Amis habt, sagt mir Bescheid. Ich habe den stärksten Amerikaner am Wickel.« Zum Beweis zeigte Spitz seinen neuen Freund bei munteren Damen und alten Bekannten vor. Wenn sie dann erfuhren, daß dieser Mister Charles Michaelis nicht nur prominenter Hockeyspieler, sondern auch Häuptling des amerikanischen Geheimdienstes in Bayern war, zweifelte niemand mehr an Spitzens Behauptung. Diesen »stärksten Amerikaner« setzte Georg Spencer Spitz in Richtung Stadelheim in Bewegung, um den Bankierskollegen Lenz vom Arrest zu erlösen. Was machte es schon, daß die Firma am Promenadeplatz dem Amerikaner als Prämie einen Achtzylinder-Ford alter Bauart verschaffen mußte. Der Wagen wurde bei einem nazistisch belasteten Bankkunden aufgestöbert, der das Vehikel in einer Scheune versteckt hatte und froh sein mußte, daß ihm Lenzens Prokurist Beichel nach langem Feilschen 4300 Reichsmark zahlte. Damit war aber nicht Spitzens Mithilfe abgegolten. Der Lotse des Geheimdienstmannes, der bald darauf noch 15 Lenz-Geschäftsfreunde aus Stadelheim losbrachte, wollte keine einmalige Prämie. Er sehnt sich nach einer ruhigen Existenz und der Reputation, auf die ein Mann in den Fünfzigern Wert legt. Beides erwartete er hinter der Fassade des Bankhauses am Promenadeplatz. Lenz gab ihm dort ein Zimmer, in dem sich Spitz als Bankier fühlen konnte. Seinen Wohnsitz hatte Lenzens Nothelfer in der beschlagnahmten Villa des saarländischen Keramik-Aristokraten Luitwin von Boch, einem Konkurrenten der Lenzschen Agrob, aufgeschlagen.

Nächstes Turnier

Die Auftraggeber rechneten damit, daß die Blüten im Schwarzhandelsverkehr in die neutralen Nachbarländer gelangen und schließlich nach England einsickern würden. Auf Schmugglerschiffen wurde das Falschgeld sogar nach Nordafrika gebracht und im Hinterland der alliierten Truppen in Umlauf gesetzt. Der beabsichtigte ruinöse Effekt der Falschgeldaktion, die unter der Tarnbezeichnung »Unternehmen Bernhard« lief, wurde nicht erreicht, aber je länger der Krieg dauerte, desto interessanter wurde das Unternehmen für die Rüstungsfinanzierung und die Beschaffung von Wertgegenständen wie Gold, Diamanten und Gemälden. Die Vertriebsagenten waren in erster Linie Einkäufer, die heranschaffen mußten, was das Reichssicherheits-Hauptamt befahl, gegen Bezahlung in falschen Pfunden. Einer dieser cas bestes seriöses online casino Vertriebsagenten hieß Georg Spencer Spitz.

Sichere Zahlungsmethoden

Er hatte sich der Fälscherbande zur Verfügung gestellt, um seinen Kopf aus der Gestapo-Schlinge zu ziehen. Spitz ist Jude, gebürtig aus Wien, aufgewachsen in Amerika, geschult auf vielen Reisen und internationalen Börsenplätzen. Mit Fern Andra, dem Star des Stummfilms, war er in den zwanziger Jahren nach Europa gekommen. Dann hatte er sich mit Finanzierungen befaßt und mit vielem gehandelt, was Geld kaufen kann. Nach 1933 irrte er zwischen Prag, Zürich, Wien und München umher, bis er in Bayern einflußreiche Freunde fand, beispielsweise Hitlers Leibphotographen Heinrich Hoffmann, der oft eine Tafelrunde spaßiger und nicht gerade 150 prozentiger Parteianhänger um sich versammelte, die sich schlicht »Zunft« nannte.

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Auch Spitz und seine Lebensgefährtin Erika - ein reifes Mannequin - wurden Zunftmitglieder, und der Charmeur Spitz durfte sich sogar als »Altmeister der Zunft« bezeichnen. Seine Dame verbreitete soviel Charme, daß hohe Parteifunktionäre und SS-Dienstgrade freundschaftliche Beziehungen zu Spitzens anknüpften. Sie vermittelten dem galanten Weltmann eine Planstelle beim Kommandeur des Sonderstabes 3. Germanisches SS-Panzerkorps, Fritz Schwend, die ihn vor den Gaskammern bewahrte. Spitz mußte speziell hinter der Westfront Falschgeld in echte Werte umsetzen. Dort hatte sich auch Spitzens ehemaliger militärischer Vorgesetzter Fritz Schwend einquartiert, der sich bis zur Kapitulation Kommandeur des Sonderstabes Generalkommando 3, Germanisches SS-Panzerkorps, nennen durfte. Die Mannschaft dieses sagenhaften Korps bestand aus KZ-Häftlingen: geschickten Graveuren, Graphikern und raffiniertesten Banknotenfälschern.

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»Ich habe stets wie ein Vieh gearbeitet«, so kommentierte Lenz seinen Aufstieg zum Konzernchef. Schon »als junger Fant« habe er die Aufsichtsräte der Agrob-Urzelle - der Münchner Aktienziegelei AG - »kräftig aufgemöbelt«, indem er ihnen vorhielt: »Man muß das Geld nicht mit dem Hintern verdienen, sondern mit dem Kopf.« Zur Kopfarbeit des Industriebankiers gehörte beispielsweise der Erwerb der Brauereimaschinen-Fabrik Anton Steinecker AG in Freising, die Lenz preisgünstig aus einem Konkursverfahren aufkaufte und anschließend zu einem rentablen Unternehmen machte. Nach dem gleichen Modell verschaffte sich das Bankhaus Lenz & Co. vor zwei Jahren aus dem Konkurs der Siemens Glas AG 74 Prozent Anteile dieser Gesellschaft, die mit ihrer Bauglasproduktion das Agrob-Baustoffsortiment bereichert. In seinen Bemühungen um den seriösen Rang des Industriebankiers, der auf möglichst vielen Hauptversammlungen mitmischt und seine Vertrauensleute in die Spitzen der Konzerne delegiert, wurde Lenz durch den Kriegsausgang erheblich zurückgeworfen.

Spezielle Game-Versionen, auf die wir achten

Amerikanische Militärpolizisten holten ihn gleich nach dem Zusammenbruch aus seiner Wohnung und nahmen keine Rücksicht darauf, daß Lenz gerade mit dem Eishockey-Champion Dr. Philipp Schenk zu einer netten Sportfreundin fahren wollte. Statt mit der Dame zu plaudern, mußte er mit den Amerikanern palavern. Die Ausfrager brachten ihn schließlich dorthin, wo heute der Pepperl Baumgartner hingehört: ins Gefängnis Stadelheim. Lenz war darüber sehr deprimiert und hegte Selbstmordpläne, die er erst verwarf, als sein Hockeyfreund Schenk eine Befreiungsaktion in Aussicht stellte.

Einschränkungen & Limits

Schenk zählte zu seinen intimsten Freunden einen Amateurgaukler, der in jedem magischen Zirkel Aufsehen erregte und in seinem bewegten Leben Frauen, Finanziers, hohe Politiker und Geheimagenten verzaubert und für sich eingenommen hat. Der Lebenskünstler, der sich auch Bankmann nennt und Georg Spencer Spitz heißt, begann ab Mai 1945 eine entscheidende Rolle in Lenzens Leben zu spielen. Er gab ihm schließlich den Drall, der Lenz von der Industrie zu den Spielbanken trieb. Im Juni 1945 kam es jedoch vorerst darauf an, den eingesperrten Gustl aus dem Gefängnis zu holen. Spitz hatte dazu die Möglichkeit, denn er konnte damals mit vollem Recht vor seinen Freunden prahlen: »Wenn ihr Ärger mit den Amis habt, sagt mir Bescheid. Dieser kriminellen Elite bediente sich das Reichssicherheits-Hauptamt, das die Idee ausgeheckt hatte, die Währung der Alliierten, besonders der Briten, durch Einschmuggeln von Falschgeld zu ruinieren. Insgesamt wurden etwa 300 Millionen falsche Pfunde hergestellt und größtenteils in den von den deutschen Truppen besetzten Ländern verbreitet. Die Auftraggeber rechneten damit, daß die Blüten im Schwarzhandelsverkehr in die neutralen Nachbarländer gelangen und schließlich nach England einsickern würden. Auf Schmugglerschiffen wurde das Falschgeld sogar nach Nordafrika gebracht und im Hinterland der alliierten Truppen in Umlauf gesetzt. Der beabsichtigte ruinöse Effekt der Falschgeldaktion, die unter der Tarnbezeichnung »Unternehmen Bernhard« lief, wurde nicht erreicht, aber je länger der Krieg dauerte, desto interessanter wurde das Unternehmen für die Rüstungsfinanzierung und die Beschaffung von Wertgegenständen wie Gold, Diamanten und Gemälden. Die Vertriebsagenten waren in erster Linie Einkäufer, die heranschaffen mußten, was das Reichssicherheits-Hauptamt befahl, gegen Bezahlung in falschen Pfunden. Einer dieser cas bestes seriöses online casino Vertriebsagenten hieß Georg Spencer Spitz.

Casino-Name Ort (Deutschland) Entfernung zur Schweizer Grenze Besonderheiten
Casino Konstanz Konstanz Direkt am Grenzübergang Spielbank mit Seeblick, historisches Gebäude
Spielbank Bad Ragaz (CH) / Spielbank Konstanz Kooperation Grenzregion Konstanz ~2 km Gemeinsame Veranstaltungen und Gästeprogramme
Casino Bregenz (A) - Ziel für Südbaden Bregenz (Österreich) ~5 km von deutscher Grenze Großes Casino am Bodensee, auch für Gäste aus der CH
Kurcasino Badenweiler Badenweiler ~15 km Kleines, exklusives Spielcasino im Kurort

Er hatte sich der Fälscherbande zur Verfügung gestellt, um seinen Kopf aus der Gestapo-Schlinge zu ziehen. Spitz ist Jude, gebürtig aus Wien, aufgewachsen in Amerika, geschult auf vielen Reisen und internationalen Börsenplätzen. Mit Fern Andra, dem Star des Stummfilms, war er in den zwanziger Jahren nach Europa gekommen. Dann hatte er sich mit Finanzierungen befaßt und mit vielem gehandelt, was Geld kaufen kann. Nach 1933 irrte er zwischen Prag, Zürich, Wien und München umher, bis er in Bayern einflußreiche Freunde fand, beispielsweise Hitlers Leibphotographen Heinrich Hoffmann, der oft eine Tafelrunde spaßiger und nicht gerade 150 prozentiger Parteianhänger um sich versammelte, die sich schlicht »Zunft« nannte. Auch Spitz und seine Lebensgefährtin Erika - ein reifes Mannequin - wurden Zunftmitglieder, und der Charmeur Spitz durfte sich sogar als »Altmeister der Zunft« bezeichnen. Seine Dame verbreitete soviel Charme, daß hohe Parteifunktionäre und SS-Dienstgrade freundschaftliche Beziehungen zu Spitzens anknüpften. Sie vermittelten dem galanten Weltmann eine Planstelle beim Kommandeur des Sonderstabes 3. Germanisches SS-Panzerkorps, Fritz Schwend, die ihn vor den Gaskammern bewahrte.

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Triptiks- waren damals im Verkehr mit Westdeutschland noch nicht eingeführt. Die Kraftfahrzeuge wurden dann von Liechtenstein aus mit ungewöhnlich hohem Profit in die Schweiz verkauft. Spitz mußte speziell hinter der Westfront Falschgeld in echte Werte umsetzen. Dafür bekam er hohe Provisionen und konnte wie ein Grandseigneur leben. Nach dem Zusammenbruch reinigte er sich sofort von dem Verdacht, Nazi-Kollaborateur gewesen zu sein, indem er exponierten Mitgliedern der »Zunft«, zum Beispiel einem bayrischen Grafen, mitteilte: »Wir müssen uns jetzt trennen. Ich muß wieder zurück zu meiner Mischpoke.« Nachdem Spitz Anschluß bei den amerikanischen Geheimdienst-Chefs Charles Michaelis und Eric Timm gefunden hatte, denen er sich in vieler Hinsicht nützlich erwies, war er nicht mehr so zimperlich. Er verschaffte auch seinem damals verhafteten früheren Kommandeur Schwend Gelegenheit, sich bei den Amerikanern freizukaufen. Der ehemalige Notenfälscher-Boß mußte allerdings einen versteckten Goldschatz - 80 Kilogramm englische Goldpfunde und Napoleons - an Michaelis und Timm abliefern, bekam aber durch Spitz die Chance, schnell wieder Geld zu machen; freilich nicht durch Fortsetzung des »Unternehmens Bernhard«, sondern im Zusammenwirken mit dem Bankier August Lenz und einigen intimen Sports- und Geschäftsfreunden.

Kommunikation und Währung

Ich habe den stärksten Amerikaner am Wickel.« Zum Beweis zeigte Spitz seinen neuen Freund bei munteren Damen und alten Bekannten vor. Wenn sie dann erfuhren, daß dieser Mister Charles Michaelis nicht nur prominenter Hockeyspieler, sondern auch Häuptling des amerikanischen Geheimdienstes in Bayern war, zweifelte niemand mehr an Spitzens Behauptung. Diesen »stärksten Amerikaner« setzte Georg Spencer Spitz in Richtung Stadelheim in Bewegung, um den Bankierskollegen Lenz vom Arrest zu erlösen. Was machte es schon, daß die Firma am Promenadeplatz dem Amerikaner als Prämie einen Achtzylinder-Ford alter Bauart verschaffen mußte. Der Wagen wurde bei einem nazistisch belasteten Bankkunden aufgestöbert, der das Vehikel in einer Scheune versteckt hatte und froh sein mußte, daß ihm Lenzens Prokurist Beichel nach langem Feilschen 4300 Reichsmark zahlte.

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Damit war aber nicht Spitzens Mithilfe abgegolten. Der Lotse des Geheimdienstmannes, der bald darauf noch 15 Lenz-Geschäftsfreunde aus Stadelheim losbrachte, wollte keine einmalige Prämie. Er sehnt sich nach einer ruhigen Existenz und der Reputation, auf die ein Mann in den Fünfzigern Wert legt. Beides erwartete er hinter der Fassade des Bankhauses am Promenadeplatz. Lenz gab ihm dort ein Zimmer, in dem sich Spitz als Bankier fühlen konnte.

Luxemburg für Pfälzer Spieler weniger interessant

Seinen Wohnsitz hatte Lenzens Nothelfer in der beschlagnahmten Villa des saarländischen Keramik-Aristokraten Luitwin von Boch, einem Konkurrenten der Lenzschen Agrob, aufgeschlagen. Dort hatte sich auch Spitzens ehemaliger militärischer Vorgesetzter Fritz Schwend einquartiert, der sich bis zur Kapitulation Kommandeur des Sonderstabes Generalkommando 3, Germanisches SS-Panzerkorps, nennen durfte. Die Mannschaft dieses sagenhaften Korps bestand aus KZ-Häftlingen: geschickten Graveuren, Graphikern und raffiniertesten Banknotenfälschern. Dieser kriminellen Elite bediente sich das Reichssicherheits-Hauptamt, das die Idee ausgeheckt hatte, die Währung der Alliierten, besonders der Briten, durch Einschmuggeln von Falschgeld zu ruinieren. Insgesamt wurden etwa 300 Millionen falsche Pfunde hergestellt und größtenteils in den von den deutschen Truppen besetzten Ländern verbreitet. »Es war eine gemischte Gesellschaft, die sich damals oft in Lenzens Privatwohnung traf«, berichtet der Kaufmann Günther Wischmann, ein Kollege von Spitz aus der Banknotenfälscherzeit, der ebenfalls in die Nachkriegs-Transaktionen der Lenz-Spitz-Gruppe eingeschaltet wurde. Wischmann: »Spitz war damals der mächtigste Mann in München. Strenge Devisenbeschränkungen, hohe Zölle und Ausfuhrverbote riegelten Westdeutschland vom freien Welthandel ab. Wenige hundert Kilometer vom Münchner Promenadeplatz entfernt aber lag eine Drehscheibe, auf der damals - 1945 bis 1947 - Devisen und knappe Waren zwischen der Schweiz, Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei bewegt wurden: das kleine Fürstentum Liechtenstein. Es traf sich gut, daß Lenz während seiner Industriebankiers-Tätigkeit in den steiermärkischen Wäldern mit der Liechtensteiner Fürstenfamilie bekannt geworden war. Nach dem Krieg wurde die Bekanntschaft im Kreis der gemischten Gesellschaft erneuert; vor allem nahm Prinz Hans von Liechtenstein - ein Vetter des Regenten Franz Joseph II.

Aspekt Auswirkung in Deutschland Auswirkung in der Schweiz Grenzüberschreitende Effekte
Arbeitsplätze Schaffung von Jobs in der Gastronomie & Sicherheit Weniger Arbeitsplätze im Glücksspiel durch Abwanderung Grenzgänger arbeiten im deutschen Casino
Tourismus Zusätzliche Übernachtungen in Grenzstädten Tagesausflügler geben weniger Geld in CH aus Gemeinsame Tourismus-Pakete werden erstellt
Steuereinnahmen Hohe Spielbankabgabe an das Land Weniger Steuern aus eigenen Casinos Steuerwettbewerb zwischen den Ländern

Dabei wurde in Rechnung gestellt, daß der Prinz einen Diplomatenpaß besaß und am Heck seines Wagens das CD des Diplomatischen Korps führte. Oft schickte der Prinz nur seinen Sekretär, den Schweizer Hans Mächler, zu Schorsch und Gustl, wie Spitz und Lenz von den Mitgliedern der gemischten Gesellschaft genannt wurden, um einen Gruß an Jacky zu bestellen - so titulierte man Seine Durchlaucht im vertrauten Kreis - und einige Kleinigkeiten abzuholen; beispielsweise wertvolle Gemälde, Wertpapiere oder Juwelen, einmal sogar - behauptet Schwend - einen ehemaligen Fürstenschmuck mit eigroßem Smaragd, den ein Ostflüchtling für rund 600 000 Reichsmark versetzt hatte. Eine Zeitlang ließ sich der Schmuck- und Devisentransporteur Mächler von einem Gehilfen nach München chauffieren und fuhr dann jedesmal mit einem anderen in Bayern erworbenen Kraftwagen nach Vaduz zurück.

  • Grenzüberschreitende Verkehrsanbindung zu Schweizer Casinos von Deutschland aus
  • Wichtige Autobahnverbindungen wie die A81 Richtung Singen/Kreuzlingen
  • Bahnverbindungen von deutschen Grenzstädten nach Zürich oder St. Gallen
  • Parkmöglichkeiten und Shuttle-Services an größeren Grenzcasinos
  • Kontrollen und Zollbestimmungen für Bargeld bei der Einreise in die Schweiz

Er frisierte die Wagen durch ein mitgebrachtes FL (Fürstentum Liechtenstein)-Nummernschild als bereits im Ausland zugelassen, so daß die Zöllner an der österreichischen oder Schweizer Landesgrenze die Fahrzeuge nicht als unverzollte Exportware erkennen konnten. Triptiks- waren damals im Verkehr mit Westdeutschland noch nicht eingeführt. Die Kraftfahrzeuge wurden dann von Liechtenstein aus mit ungewöhnlich hohem Profit in die Schweiz verkauft.