Sind Online-Casinos in Deutschland legal? Das sagt das Gesetz 2025
Illegales Glücksspiel in Deutschland und bisher nicht zugelassene Online-Geldspiele sind nach einer aktuellen Studie weit stärker auf dem Vormarsch als der regulierte Markt. Das Wachstum des gesamten deutschen Glücksspielmarktes um acht Prozent im Jahr 2015 ist "vornehmlich auf die Ausdehnung des nicht-regulierten Marktes zurückzuführen", wie aus einer Branchenanalyse des "Handelsblatt Research Institute" hervorgeht.
| Spielbank / Casino | Bundesland | Pokerangebot (Cash Games) | Turniere |
|---|---|---|---|
| Spielbank Berlin | Berlin | Texas Hold'em, Omaha, 7-Card Stud | Regelmäßige Turnierserien (z.B. Berlin Cup) |
| Casino Bad Homburg (King's Resort) | Hessen | Umfangreiches Angebot, High-Limit Rooms | DPT, EPT, tägliche Turniere |
| Spielbank Hamburg | Hamburg | Limit & No-Limit Hold'em | Wöchentliche Turniere |
| Casino Baden-Baden | Baden-Württemberg | Ausgewählte Cash Game Tische | Gelegentliche Promo-Turniere |
Das Marktvolumen nicht zugelassener Angebote steige jährlich um etwa 30 Prozent. Der überwiegend aus Online-Angeboten bestehende unkontrollierte Glücksspielmarkt sei mit einem Anteil von 22 Prozent zwar deutlich kleiner, weise aber seit Jahren stärkere Wachstumsraten auf, heißt es in der Studie für den privaten Anbieter Löwen-Entertainment und die staatliche Gesellschaft West-Lotto.
BFH: Poker-Gewinne unterliegen nicht der Umsatzsteuer
Diese Zahl beschreibt letztendlich die Stärke eines Spielers. Je höher die Elo-Zahl, desto stärker der Spieler. Treten zwei Spieler bei einer Partie Schach gegeneinander an, so kann anhand der Elo-Zahl ein Rückschluss auf das zu erwartende Ergebnis gezogen werden. Je nach Spielergebnis beeinflusst dies wiederum die Elo-Zahl der beiden Spieler. Wie die Heidelberger Forscher erklären, liegen beim Schach die Elo-Zahlen weit auseinander.
Spielen im ausländischen Casino: Strafbar oder legal?
Dabei reichen sie von kleinen Zahlen, wie sie meist Anfänger besitzen, bis zu einem Wert von über 2.800 wie man ihn bei Schach-Weltmeistern findet. Generell gilt hier: Je größer der Abstand zwischen den Elo-Zahlen, desto relevanter ist die Geschicklichkeit bei einem Spiel. Je größer der Anteil des Glücks bzw. des Zufalls, so geringer fällt bei einer Spielerbewertung die Streuung aus. Dies ist auch beim Poker der Fall. Der Online-Markt wachse rasant, es seien vermehrt neue Angebote und Spiele zu erwarten. Der gut 14 Milliarden Euro umfassende Glücksspielmarkt in Deutschland ist in einen staatlich regulierten, einen nicht-regulierten ("grauen") sowie einen "schwarzen Markt" aufgeteilt.
- Deutsche Poker Meisterschaft (DPM) als eine der größten Turnierserien
- World Series of Poker (WSOP) Circuit Events in deutschen Spielbanken
- Lokale Pub-Poker-Turniere ohne Geldeinsatz (Freerolls)
- Online-Turnierserien wie "German Poker Championship" bei lizenzierten Anbietern
In Deutschland sind weitgehend die Bundesländer für die Regulierung von Lotterien, Sportwetten oder Kasinospielen zuständig. Für die meisten Glücksspiele gilt nach wie vor ein staatliches Monopol. Lediglich für private Sportwettenanbieter wurde der Markt geöffnet.
Zukunft: Verluste geltend machen?
Hier streiten sich nämlich Gerichte aus ganz Europa seit Jahren, ob es sich bei dem Kartenspiel Poker um ein Glücksspiel oder vielmehr um ein Geschicklichkeitsspiel handelt. Die Frage endgültig zu beantworten ist daher wichtig, da Poker, sollte es sich bei dem Spiel um ein Glücksspiel handeln, unter das Glücksspielgesetz fällt und damit diversen rechtlichen Auflagen unterliegen würde. Geschicklichkeitsspiele hingegen müssen sich nicht an besagte Bestimmungen und Regularien halten. In Deutschland gibt es zwar eine klare Definition, welche Art von Spielen als Glücksspiel zählen und welche nicht, dennoch ist die offizielle Definition etwas schwammig formuliert und bietet Platz für Interpretationen. So heißt es im Staatsvertrag zum Glücksspiel in Deutschland (Glücksspielvertrag - GlüStV), Paragraf 3, Absatz 1: Stellt sich also die Frage, wie sehr ein Gewinn beim Poker wirklich vom Zufall abhängt oder wie stark die jeweilige Geschicklichkeit der Spieler den Spielverlauf beeinflusst.
Die private Pokerrunde: Erlaubt oder verboten?
Forscher um Prof. Dr. Jörg Oechssler von der Universität Heidelberg haben nun ein Wertungssystem entwickelt, welches den Glücksanteil beim Poker genau messen kann. „Das System ähnelt der sogenannten Elo-Zahl beim Schach“, berichten die Forscher im Fachjournal European Economic Review. Der Weltschachverband greift hier auf das sogenannten FIDE Rating System zurück, welches jedem Spieler eine Wertungszahl zuweist - die umgangssprachliche Elo-Zahl. Online-Glücksspiel ist verboten, denn der Staatsvertrag sieht keine bundesdeutschen Online-Casino-Lizenzen vor. Nur einige Ausnahmen mit einer Lizenz aus Schleswig-Holstein sind beschränkt zugelassen. Mitte März hatten die Ministerpräsidenten der Länder eine Reform des Glückspielstaatsvertrages beschlossen. Danach wird die Vergabe von Sportwetten-Lizenzen ab 2018 neu geregelt. Nach dem 2012 vereinbarten Glücksspielstaatsvertrag sollten die Länder eigentlich für sieben Jahre 20 Konzessionen an Sportwetten-Anbieter vergeben.
Welche Arten von Glücksspiel gibt es?
So liegt beim Schach die Standardabweichung, also die durchschnittliche Abweichung vom Mittelwert, bei über 170. Beim Poker hingegen liegt dieser Wert bei maximal 30. Damit läge Poker unterhalb der Schwelle von 50 Prozent Geschicklichkeit und wäre demzufolge ein Glücksspiel. Jedoch ändere sich der Wert aber mit zunehmender Spielerfahrung, so die Forscher. Es zeigt sich, dass beim Poker langfristig mehr und mehr die Geschicklichkeit Einfluss auf den Spielverlauf nimmt und das Glück eine immer cas online casino österreich roulette kleinere Rolle spielt.
Die bisherigen Regeln
Nach etwa 100 Partien würde ein Pokerspieler, der in der Standardabweichung besser als sein Gegenspieler ist, mit einer Wahrscheinlichkeit von 75 Prozent mehr Partien gewinnen, etwa durch die bessere Ausahl der Starthände oder das cleverere Positionsspiel. Demnach handelt es sich beim Poker also eher um ein Geschicklichkeits- als um ein Glücksspiel. Glück bzw. der Zufall spielt hingegen bei dem Kartenspiel Mau Mau eine wesentlich größere Rolle als beim Poker. Noch mehr Geschicklichkeit als beim Schach ist dafür beim chinesischen Brettspiel Go gefragt. Dies ist aber nicht gelungen, weshalb jetzt die Länder eine Reform beschlossen haben. Alle Anbieter agieren bisher auf einem "grauen Markt".
| Anbieter | Lizenziert durch | Player Pool | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| PokerStars.de | Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) | Deutschland-weit | Größtes Cash Game- und Turnierangebot |
| GGPoker.de | Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) | Deutschland-weit | Innovative Formate, HUD-Einschränkungen |
| win2day Poker | Österreichische Lotterien / GGL | Gemeinsam mit AT & DE | Teil der staatl. Österreichischen Lotterien |
Sie unterliegen keiner deutschen Regulierung, dürfen ihre Dienstleistung aber anbieten. Auf cas online casino schnelle auszahlung ohne verifizierung dem regulierten Markt agieren Anbieter mit einer deutschen Lizenz. Das sind etwa die staatlichen Lotterien, erlaubte Sportwetten staatlicher Anbieter, Spielbanken, Geldgewinnautomaten in Spielhallen und Gaststätten oder Pferdewetten. Der regulierte Markt war 2015 mit Bruttospielerträgen von 10,4 Milliarden Euro der Studie zufolge das mit Abstand größte Segment. Der illegale Schwarzmarkt umfasse Glückspielanbieter ohne eine Lizenz.
- Verfügbarkeit von Apps der lizenzierten Anbieter im deutschen App Store
- Nutzung von E-Wallets (PayPal, Skrill) für Ein- und Auszahlungen
- Sofortüberweisung (Klarna) als gängige Zahlungsmethode
- Sicherheitsstandards: SSL-Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung
Er wird auf ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Auf dem nicht-regulierten Markt mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro agieren Anbieter mit einer Konzession aus einem anderen EU-Staat. Das sind unter anderem private Anbieter von Sportwetten oder Online-Spielen. Etwa vier Fünftel des Volumens im nicht-regulierten Bereich entfallen laut der Studie auf Online-Angebote für Poker, Casinos, Sport- und Pferdewetten oder Online-Zweitlotterien. Online-Casinos dominierten, "obwohl die Zulassung - anders als für private Sportwetten - nach deutschem Recht zu keinem Zeitpunkt gegeben war oder vorgesehen ist", heißt es. "Nicht-regulierte Anbieter haben im Vergleich zu regulierten Anbietern ihre Werbeausgaben in den vergangenen Jahren besonders deutlich gesteigert und erschweren Spielern über ihre öffentliche Darstellung die Unterscheidung zwischen zugelassenen und nicht zugelassenen Angeboten in Deutschland", heißt es weiter. Insgesamt hätten sich die Werbeausgaben der Glücksspielanbieter in den vergangenen fünf Jahren auf 390 Millionen Euro fast verdoppelt.
| Pokervariante | Rechtlicher Status (Glücksspielstaatsvertrag) | Typische Veranstaltungsorte |
|---|---|---|
| Texas Hold'em (Cash Game) | Erlaubt nur in lizenzierten Spielbanken | Spielbanken, Lizenzierte Online-Portale |
| Texas Hold'em (Turnier) | Erlaubt mit Ausnahmegenehmigung (geringeres Glücksspielelement) | Vereine, Gaststätten, Veranstaltungssäle |
| Omaha | Erlaubt nur in lizenzierten Spielbanken | Spielbanken, Lizenzierte Online-Portale |
| Privatspielkreis (Homegame) | Straffrei, wenn keine Hausbank & rein privat | Private Wohnungen |
Beim Poker spielt nicht nur Glück sondern auch taktisches Geschick eine Rolle, darum können hier Steuern anfallen. Fans von Computerspielen haben oft vielfältige Gründe, warum sie ihre Freizeit vor dem Bildschirm verbringen. Wer seine Freude am Onlinepoker entdeckt, und das haben in Deutschland laut Schätzungen rund 400.000 Menschen, kann mitunter sogar stattliche Summen dabei gewinnen. Normalerweise gilt: Gewinne aus Glücksspielen – egal ob stationär oder online erzielt – sind steuerfrei. Doch beim Poker hängen die Gewinne auch vom persönlichen Geschick ab. Poker ist damit kein Glücksspiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel.
Virtuelle Automatenspiele und Online-Poker
Zudem sollen alle Anbieter verpflichtet werden, für jeden Spieler ein Spielkonto einzurichten. Außerdem müssen sie für die Aufsichtsbehörde alle für Kontrollzwecke relevanten Spieldaten bereithalten – dies auch mit dem Ziel, dass Manipulationen von Spielen aktenkundig werden. Spielsuchtexperten halten die Maßnahmen zwar grundsätzlich für sinnvoll, bemängeln jedoch den Wettbewerbsgedanken, der durch die Reform Einzug halte. "Die Zahl der Lizenzen wird unbeschränkt sein, was im Umkehrschluss heißt, dass zwei oder drei Dutzend oder sogar noch mehr Unternehmen um die 1.000 Euro Maximaleinsatz der Kunden rangeln werden", sagt Tobias Hayer, Spielsuchtexperte bei der Uni Bremen. Die Unternehmen würden dann alles tun, um Kunden anzusprechen und dauerhaft an sich zu binden.
Der Glücksspiel-Faktor „Zufall“
"Im Zweifel ist dann das Marketing und die Werbung wichtiger als der Spielerschutz." Die Frage, ob Poker ein Geschicklichkeitsspiel oder ein Glücksspiel ist, mag vielen nicht so wichtig erscheinen, dennoch müssen immer wieder Gerichte genau über diese Frage entscheiden. Nun haben sich Forscher der Universität Heidelberg der Frage angenommen und eigentlich eine klare Antwort gefunden. Seit Jahren ist Poker, vor allem die Spielvariante Texas Hold’em, eines der beliebtesten Kartenspiele für Erwachsene überhaupt. Ob im Freundeskreis, auf kleinen oder größeren Turnieren oder am digitalen Tisch in einem Online-Casino - fast jeder hat schon einmal die eine oder andere Runde gepokert. Doch was für die meisten spielbegeisterte Poker-Fans nur Spaß und eben auch nur ein Spiel ist, ist aus rechtlicher Sicht deutlich komplizierter. Und ob Gewinne daraus versteuert werden müssen, hängt davon ab, ob der Spieler Onlinepoker nur als Hobby betreibt oder als eine gewerbliche Tätigkeit. Diese Erfahrung machte ein Mathematikstudent, der im Jahr 2007 in seinem Kinderzimmer mit dem Onlinepokern begonnen hatte. Innerhalb von zwei Jahren wuchsen nicht nur seine Einsätze von einstelligen US-Dollar-Beträgen auf bis zu 50 US-Dollar Pech beim Online-Poker hatte ein Spieler aus Bayern. Im Laufe der Zeit türmten sich seine Verluste auf rund 37.000 Euro auf. Nun kann er aufatmen, denn CLLB Rechtsanwälte hat am Landgericht München erstritten, dass die Anbieterin der Online-Pokerspiele den Verlust vollständig erstatten muss. Da die Beklagte nicht über die erforderliche Lizenz für ihr Angebot von Online-Glücksspielen verfügte, habe sie keinen rechtlichen Anspruch auf das Geld, entschied das LG München mit Urteil vom 03.03.2023.
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